Über mich

Biografie

Kunst darf unterhalten, aber Unterhaltung ist keine Kunst.
Aviya Kopelman
Foto: Talya Weitzman

Aviya Kopelmans Musik wurde als „unverwechselbar, radikal, klar, ausdrucksstark, dramatisch und persönlich“ beschrieben. Die israelische Komponistin — in Moskau geboren, in Jerusalem geformt, in Tel Aviv gereift und seit 2024 in Berlin zu Hause — bewegt sich frei zwischen Medien und Genres, von Orchester, Streichquartett, Chor und Stimme bis zu Live-Elektronik, Jazz-Fusion und Art-Rock, und verwischt dabei immer wieder die Grenze zwischen E- und U-Musik.

Collage einer klassischen Büste vor einem Backsteingebäude
Jonathan Shohet

Unter dieser Bandbreite liegt ein durchgehender Faden: Identität. Kopelman nähert sich ihr aus persönlicher, gesellschaftlicher, nationaler, historischer und geschlechtlicher Perspektive und sucht im Lokalsten und Intimsten stets das Allgemeingültige. Manche Werke handeln von Erinnerung, von Zugehörigkeit und davon, wie Nationalismus Empathie aushöhlen kann; andere wenden sich der Rolle und der Identität der Kunstschaffenden zu, insbesondere der Künstlerin, und beziehen sich auf Dichterinnen und Dichter von Anna Achmatowa und Lea Goldberg bis Yona Wallach und Emily Dickinson.

Ihre musikalische Welt kann schnell umschlagen: In dem einen Moment schreibt sie für das Kronos Quartet und die Carnegie Hall, im nächsten gründet sie ihre eigene Band und nimmt ein Album mit eigenen Songs auf.

Sieben Jahre lang war Kopelman Composer-in-Residence des Jerusalem Symphony Orchestra. Sie ist eine der jüngsten Trägerinnen des israelischen Ministerpräsidentenpreises für Komposition und wurde unter mehr als 300 Komponistinnen und Komponisten weltweit für das „Under 30 Project“ des Kronos Quartet ausgewählt.

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