Ich war nie an einem Ort zu Hause, und nie in einer Art von Musik.
Ich bin mit klassischem Klavierunterricht aufgewachsen, besessen von Schumann und Beethoven. Aber ich habe immer auch andere Musik geliebt, und ich schreibe, um diese Welten wieder zusammenzubringen. Für mich heißt das, verschiedene musikalische Traditionen zurück in die komplexe Welt der klassischen Musik zu holen. So hat klassische Musik immer funktioniert, bis zum vergangenen Jahrhundert. Ich schreibe, um sie wieder mit Menschen zu verbinden, mit Zuhörern.
Metal und klassische arabische Musik. Schnittke und Avantgarde-Rock. The Prodigy und Björks Streicheralben. Brad Mehldau und Swjatoslaw Richter. Orchester, Jazzmusiker, Popproduzenten. Ich war in meiner Identität postmodern, bevor ich wusste, was das bedeutet.
Ohne einen einzigen Ort, den ich mein Zuhause nennen kann, bewege ich mich zwischen Genres und Szenen. Jedes Werk muss sich seinen eigenen Weg zu seinem Publikum bahnen; es gibt keine Abkürzung — und jedes lässt mich Menschen erreichen, die ich sonst vielleicht nie erreichen würde.
Was das alles zusammenhält, ist kein Stil, sondern eine Frage, die ich mir immer wieder stelle: Wofür und für wen wird meine Stimme gerade jetzt am meisten gebraucht?
— Aviya Kopelman
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